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Labor & Geräte

Qualitätskontrolle in Laboratorien implementieren für verlässliche Ergebnisse

Die Qualitätskontrolle ist ein entscheidendes Element der Laborüberwachung, das dazu beiträgt, die Produktintegrität und Prozessgenauigkeit sicherzustellen.


Die Qualitätskontrolle ist ein entscheidender Bestandteil der Laborüberwachung, das dazu beiträgt, Produktintegrität und Prozessgenauigkeit sicherzustellen. Ohne Qualitätskontrollverfahren im Labor kann unter Umständen nicht festgestellt werden, ob ein Produkt oder ein Prozess den regulatorischen Anforderungen entspricht.

Laboratorien stellen in der Regel bei allen Prozessen hohe Anforderungen an die Genauigkeit. Ein medizinisches Labor kann beispielsweise menschliche Proben auf pathologische Anomalien untersuchen, was wiederum die Diagnose eines Arztes für einen Patienten bestimmen. Daher ist es von grösster Bedeutung, dass die im Labor verwendeten Reagenzien die richtige Konzentration und Menge aufweisen.

Der Prozess selbst erfordert eine sorgfältige Dokumentation, um Abweichungen zu vermeiden, die zu Fehlern führen können. Ohne eine ordnungsgemässe Qualitätskontrolle im Labor könnten die Ergebnisse fehlerhaft sein. Im schlimmsten Fall werden irreführende Informationen an einen Arzt weitergegeben, der einem Patienten dann möglicherweise ein schädliches oder tödliches Medikament verschreibt. Dasselbe gilt für pharmazeutische Labore, in denen Spezialisten Medikamente und Impfstoffe herstellen.

Die Art der im Labor verwendeten und hergestellten Produkte erfordert oftmals strenge Kontrollmassnahmen. Es muss ein Qualitätskontrollprogramm geben, um die Genauigkeit des Produktionsprozesses zu validieren und sicherzustellen, dass er den behördlichen Standards entspricht. Die Qualitätskontrolle schliesst auch die Effizienz von Systemen und Prozessen ein. Durch gezielte Qualitätskontrolle lässt sich die Produktivität eines Labors maximieren und Abfall minimieren.

Das Konzept der Qualitätskontrolle entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die ersten Richtlinien für statistische Kontrolle auf Produktionslinien angewendet wurden. Schon früh erkannten die Spezialisten für Qualitätskontrolle, dass es wichtig ist, sich neben dem Produkt auch auf den Prozess zu konzentrieren. Für eine bessere Qualität der Ergebnisse plädierten die ersten Befürworter der Qualitätskontrolle für eine Einbeziehung des Prozesses in alle Qualitätskontrollverfahren. Die Lösungen von ELPRO ermöglichen es den Unternehmen, diese Tradition der Qualitätskontrolle in den Laboren weltweit fortzuführen.

In den 1950er Jahren führten Levey und Jennings die Qualitätskontrolle in medizinischen Laboren ein. Das Verfahren bestand im Wesentlichen aus mehreren Messungen an einer einzelnen Patientenprobe. Obwohl der Mittelwert von Patient zu Patient erhebliche Schwankungen aufwies, bot der Bereich eine zuverlässigere und präzisere Messung. Im Laufe der Zeit wurde die Qualitätskontrolle im Labor immer wichtiger. Moderne Methoden liefern genauere Ergebnisse und bieten ausgefeilte Techniken zur Analyse und Auswertung.

Die Wissenschaft von der Qualitätskontrolle im Labor

Im weiteren Sinne ist Qualitätskontrolle ein Mittel, um sicherzustellen, dass die Produktqualität gleich bleibt oder sich verbessert. Über die Erstellung von Kontrollprotokollen werden Produktionsprozessen standardisiert, um so gleichbleibende Qualitätsergebnisse zu erzielen.

Die Qualitätskontrolle im Labor zielt darauf ab, Laborprozesse zu optimieren und Kontrollmassnahmen festzulegen, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Ziel ist es, Fehler zu minimieren und damit die Qualität der Ergebnisse zu verbessern.

In dieser Hinsicht ist Qualitätskontrolle ein Mass für Präzision. In dieser Hinsicht ist die Qualitätskontrolle ein Mass für die Präzision. Sie gibt an, wie konsistent ein System unter verschiedenen Bedingungen genaue Ergebnisse liefert.

Qualitätskontrollen in einem Labor werden oft zu Beginn jeder Schicht durchgeführt, wenn die Mitarbeitenden wechseln. Auch nach der Wartung oder Kalibrierung von Geräten ist es wichtig, Qualitätskontrollen durchzuführen, bevor diese wieder in Betrieb genommen werden. Dies trägt dazu bei, genaue Ergebnisse zu ermitteln, bevor die Geräte zum Einsatz am Patienten freigegeben werden.

 

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Mit Hilfe einer detaillierten Analyse kann festgestellt werden, wie nah das Ergebnis an einem erwarteten Wert liegt. Der Präzisionswert bestimmt, wie zuverlässig das Gerät denselben Wert für dasselbe Prüfmuster unter denselben Prüfbedingungen reproduzieren kann.

Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung sind Teil des Qualitätsmanagements. Sie unterscheiden sich jedoch in Zweck und Einsatz. Bei der Qualitätssicherung werden Mechanismen und Systeme eingeführt, die dem Management und den Beteiligten die Gewissheit geben, dass das Ergebnis alle Anforderungen erfüllt. Bei der Qualitätskontrolle hingegen geht es vielmehr um die Überprüfung, ob die Qualitätsanforderungen erfüllt werden.

Einige Faktoren sind für ein exzellentes Qualitätskontrollsystem zwingend erforderlich. Das System muss einfach zu bedienen und über viele Gruppen von Prüfmustern hinweg reproduzierbar sein. Es muss ausserdem minimale Abweichungen zwischen den verschiedenen Prüfmustern sicherstellen. Ist dies nicht der Fall, werden diese Abweichungen als systemisch Fehler des Messsystems gewertet. Darüber hinaus sollte die Stabilität des Systems über einen längeren Zeitraum verlässlich und nicht anfällig für kurzfristige Störungen sein.

 

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Zwei Hauptmethoden der Qualitätskontrolle im Labor

Es gibt zwei Hauptmethoden der Qualitätskontrolle im Labor.

Die erste Methode ist die Produkt- und Prozessprüfung, bei der überprüft wird, ob sowohl der Laborprozess als auch das Endprodukt den vordefinierten Spezifikationen entsprechen. Dazu gehört die Bewertung der Geräteleistung, der Eignung der Materialien und der Einhaltung von Standardarbeitsanweisungen (SOP).

Die zweite Methode ist die statistische Qualitätskontrolle, ein fortgeschritteneres Verfahren, das statistische Analysen, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Stichprobenverfahren nutzt, um Qualität zu überwachen und zu steuern. Dabei werden eine repräsentative Stichprobe definiert, die Daten analysiert und statistische Werkzeuge wie Kontrollkarten eingesetzt, um Trends, Abweichungen und erforderliche Korrekturmassnahmen zu identifizieren.

Berechnungen zur Qualitätskontrolle in Laboren

Vor der Durchführung von Qualitätskontrollberechnungen sammeln Labore in der Regel mindestens 20 Kontrollmessungen über einen Zeitraum von mindestens 10 Arbeitstagen. Längere Beobachtungszeiträume werden häufig bevorzugt, insbesondere wenn sich Methoden oder Bedingungen ändern.

Der Mittelwert wird berechnet, indem alle gemessenen Werte summiert und durch die Gesamtzahl der Messungen geteilt werden. Bei kleinen Datensätzen reicht oft ein wissenschaftlicher Taschenrechner aus. Bei grösseren Datensätzen bieten statistische Softwarelösungen wie SPSS oder SAS höhere Effizienz und bessere Analysemöglichkeiten. Da der Mittelwert die Genauigkeit und die zentrale Tendenz widerspiegelt, können Verschiebungen im Mittelwert auf systematische Fehler oder Prozessabweichungen hinweisen.

Die Standardabweichung ist ebenfalls eine wichtige Berechnung bei der Qualitätskontrolle im Labor. Sie wird berechnet, indem der Unterschied zwischen jedem Ergebnis und dem Mittelwert ermittelt, quadriert, durch n–1 (wobei n die Anzahl der Proben ist) geteilt und anschliessend die Quadratwurzel gezogen wird. Die Standardabweichung beschreibt die Streuung der Ergebnisse um den Mittelwert und spiegelt somit die Präzision wider.

Da die Standardabweichung mit der Konzentration variiert, verwenden Labore häufig den Variationskoeffizienten (CV). Als Prozentsatz des Mittelwerts ausgedrückt, liefert der CV eine konsistentere Messgröße für die Leistungsbewertung über unterschiedliche Konzentrationsbereiche hinweg.

Digitale Lösungen und Automatisierung bei der Qualitätskontrolle

Digitalisierung und Automatisierung verändern die Qualitätskontrolle in Laboren, indem sie Effizienz, Genauigkeit und Datenintegrität verbessern. Moderne Laborinformations- und Managementsysteme (LIMS) ermöglichen eine zentrale Datenerfassung, automatische Auswertung von Ergebnissen und eine strukturierte Dokumentation der Qualitätskontrollaktivitäten.

Automatisierte Prüfprozesse reduzieren das Risiko menschlicher Fehler und erhöhen gleichzeitig Konsistenz und Durchsatz. Durch die Standardisierung von Arbeitsabläufen und die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben können Labore die Rückverfolgbarkeit verbessern und sicherstellen, dass Qualitätskontrollergebnisse zuverlässig erfasst und abrufbar sind.

Die Integration von Sensortechnologie und cloudbasierten Überwachungssystemen verbessert die Labor-Qualitätskontrolle zusätzlich. Vernetzte Sensoren erfassen kontinuierlich kritische Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Druck in Echtzeit. Cloud-Plattformen ermöglichen es Laboren, Trends zu visualisieren, Warnmeldungen zu erhalten und validierte Daten von überall aus abzurufen, wodurch schnellere Entscheidungen und proaktives Risikomanagement unterstützt werden.

Qualitätssicherung und regulatorische Anforderungen

Die Qualitätskontrolle im Labor erfolgt im Rahmen internationaler Qualitäts- und Regulierungsstandards. Richtlinien wie ISO 17025, Good Laboratory Practice (GLP) und Good Manufacturing Practice (GMP) legen Anforderungen an Kompetenz, Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und Datenintegrität in Laborprozessen fest.

Die Einhaltung dieser Standards erfordert eine umfassende Dokumentation und nachweisbare Belege für Aufsichtsbehörden und Auditoren. Dazu gehören Kalibrierungsprotokolle, Validierungsberichte, Audit-Trails und dokumentierte Ergebnisse der Qualitätskontrolle.

Regelmässige interne und externe Audits sowie geplante Gerätekalibrierungen sind entscheidend, um eine verlässliche und konforme Datenbasis zu gewährleisten. Diese Massnahmen helfen, Lücken zu erkennen, die fortlaufende Compliance zu bestätigen und sicherzustellen, dass Laborergebnisse korrekt, rückverfolgbar und für regulatorische Prüfungen geeignet bleiben.

 Fazit

Die Qualitätskontrolle in Laboren ist ein entscheidender Faktro, der nicht übersehen werden darf. Sie sollte sowohl auf das Produkt als auch auf den Prozess angewendet werden, um die Produktivität zu verbessern und die Produktqualität zu erhalten.

Jedes zugelassene Labor sollte in einen Qualitätskontrollplan investieren und eine Kultur der verbindlichen Einhaltung des Plans fördern. Zusätzlich sind regelmässige Audits notwendig, um den Plan auf dem neuesten Stand der Normen zu halten.

 

Häufig gestellte Fragen zur Qualitätskontrolle im Labor

 

Was versteht man unter Qualitätskontrolle im Labor und weshalb ist sie wichtig?

Die Qualitätskontrolle in Laboren umfasst die Verfahren und Überprüfungen, die sicherstellen, dass Testergebnisse, Messungen und Prozesse über die Zeit hinweg genau, zuverlässig und konsistent sind. Sie spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz der Datenintegrität, bei der Unterstützung korrekter klinischer oder produktionstechnischer Entscheidungen und bei der Einhaltung regulatorischer Vorschriften. In sensiblen Umgebungen wie medizinischen, pharmazeutischen und Forschungslaboren hilft eine effektive Qualitätskontrolle, Fehler zu vermeiden, die die Patientensicherheit oder die Produktqualität gefährden könnten.

Was ist der Unterschied zwischen interner und externer Qualitätskontrolle in Laboren?

Die interne Qualitätskontrolle (IQC) umfasst routinemässige Überprüfungen, die intern innerhalb des Labors durchgeführt werden, zum Beispiel das Durchführen von Kontrollproben zu Beginn von Schichten, nach Kalibrierungen von Geräten oder nach Wartungsarbeiten. Diese Kontrollen helfen, Fehler in Echtzeit zu erkennen und die tägliche Konsistenz sicherzustellen.

Die externe Qualitätskontrolle (EQC), auch als Eignungsprüfung oder Proficiency Testing bezeichnet, beinhaltet den Vergleich der Laborergebnisse mit denen externer Organisationen oder anderer Labore. Die externe Qualitätskontrolle liefert eine unabhängige Bestätigung der Genauigkeit und zeigt Regulierungsbehörden und Akkreditierungsstellen die Kompetenz des Labors insgesamt.

Sowohl interne als auch externe Qualitätskontrollprozesse sind unerlässlich, um Vertrauen in die Laborergebnisse zu gewährleisten.

Worin unterscheiden sich Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle im Labor?

Obwohl eng miteinander verbunden, erfüllen Qualitätssicherung (QA) und Qualitätskontrolle (QC) unterschiedliche Funktionen im Labor.

Die Qualitätssicherung konzentriert sich auf die Systeme, Verfahren und Dokumentationen, die sicherstellen, dass Qualitätsanforderungen kontinuierlich erfüllt werden. Dazu gehören Standardarbeitsanweisungen, Schulungsprogramme, Audits und Validierungsmaßnahmen.

Die Qualitätskontrolle hingegen fokussiert sich auf operative Prüfungen und Messungen, wie Inspektionen, Kontrollproben und statistische Analysen, um zu überprüfen, dass die Ergebnisse den definierten Spezifikationen entsprechen. Zusammen bilden QA und QC die Grundlage eines effektiven Qualitätsmanagements im Labor.

Welche Rolle spielen Qualitätsmanagementsysteme für die Qualitätskontrolle in Laboren?

Qualitätsmanagementsysteme (QMS) integrieren Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung in einen strukturierten Rahmen. Standards wie ISO 17025, GLP und GMP legen Anforderungen an Dokumentation, Rückverfolgbarkeit, Kalibrierung, Validierung und kontinuierliche Verbesserung fest.

Durch die Implementierung eines QMS können Labore Arbeitsabläufe optimieren, Prozesse standardisieren und die Einhaltung regulatorischer Vorschriften sicherstellen – gleichzeitig werden Effizienz und Datenzuverlässigkeit verbessert.

Was sind die Hauptbestandteile eines effektiven Qualitätskontrollprogramms in Laboren?

Ein effektives Labor-Qualitätskontrollprogramm umfasst typischerweise:

  • Verwendung von Kontrollproben und Referenzstandards
  • Routinemässige Kalibrierung und Überprüfung von Geräten
  • Definierte Akzeptanzkriterien und Kontrollgrenzen
  • Statistische Qualitätskontrollinstrumente, wie Kontrollkarten
  • Dokumentation und rückverfolgbare Aufzeichnungen
  • Regelmässige Überprüfung von Trends und Abweichungen

Diese Bestandteile arbeiten zusammen, um Fehler frühzeitig zu erkennen und konsistente, reproduzierbare Ergebnisse zu gewährleisten.

Weshalb ist die Kalibrierung von Geräten für die Labor-Qualitätskontrolle wichtig?

Die Kalibrierung von Geräten stellt sicher, dass Laborinstrumente genaue und rückverfolgbare Messwerte liefern. Mit der Zeit können Instrumente durch Verschleiss, Umgebungsbedingungen oder Nutzung abweichen. Regelmässige Kalibrierungen helfen, die Messgenauigkeit aufrechtzuerhalten, unterstützen die Einhaltung regulatorischer Vorschriften und geben Sicherheit, dass Laborergebnisse für den vorgesehenen Zweck geeignet sind.

Wie verbessern digitale Systeme die Qualitätskontrolle in Laboren?

Digitale Werkzeuge wie Laborinformations- und Managementsysteme (LIMS), automatisierte Prüfprozesse und cloudbasierte Überwachungsplattformen verbessern die Qualitätskontrolle, indem sie manuelle Fehler reduzieren, die Rückverfolgbarkeit der Daten verbessern und Echtzeit-Überblick über kritische Parameter ermöglichen. Diese Systeme unterstützen schnellere Entscheidungen, vereinfachen die Dokumentation und stärken die Einhaltung von Qualitäts- und Regulierungsanforderungen.

 

Wie häufig sollten Labore ihre Qualitätskontrollprozesse überprüfen und auditieren?

Qualitätskontrollprozesse sollten kontinuierlich überprüft und regelmässig formell auditiert werden, abhängig von den regulatorischen Anforderungen und dem Risikoprofil des Labors. Routinemässige interne Audits, kombiniert mit externen Audits und Eignungsprüfungen, helfen, die laufende Compliance sicherzustellen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und ein zuverlässiges, nachvollziehbares Qualitätskontrollsystem aufrechtzuerhalten.

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